ich laufe. laufe einem besserem ich entgegen. regentropfen laufen mein gesicht hinunter. sind es nur die regentropfen? ich laufe, weiter und weiter. höre wie der kalter regen auf den noch von der sonne warmen beton aufschlägt. höre wie mir Bela B. immer wieder sagt, das ich ein miststück sei.
es riecht nach nassem gras und mir kommen die dazu passenden bilder in den kopf. du und ich, wir beide zusammen campen. es hat geschüttet wie aus eimern und wir lagen mit unseren schlafsäcken unter dem vordach auf dem gras. du nahmst meine hand. noch nie habe ich was schöneres gespührt. es kam so.. unerwartet. du hattest noch nie meine hand gehalten und ich war erstaunt darüber, das du sie nehmen wolltest.
mehr und mehr bilder und gefühle kommen hoch. du liefst neben mir. total easy war es für dich. ich habe schon nach einer halben stunde joggen nach luft gerungen und du hast gelacht. ich mit dir. fand es aber nicht lustig.. ich habe nur gelacht, weil dein wundervolles lachen nun mal ansteckend ist. hast du damals nicht gewusst, das ich mich in meinem körper nicht wohl fühlte? nein, bestimmt nicht. denn sonst hättest du das niemal getan. du liebtest mich ja. oder ? aber darum geht es jetzt nicht.
mein gehirn schreibt mir mehr und mehr bilder vor. deine nackten füße, dein nackter oberkörper der rhythmisch zur musik hin und her wippt. deine locken. deine sprüche. deine verficken umarmungen. deine süchtig machenden küsse.
ich laufe und laufe, bis es zu regnen aufhört. stelle mich unter die heiße dusche und spüle all diese schmerzenden erinnerungen weg.

























