ich wünsche euch allen ein wundervolles neues jahr.
xoxo
ja papa, ich hasse mich auch. mehr als du dir vielleicht vorstellen kannst. es tut mir leid das ich so bin, wie ich eben bin. denke ich, traue es mir aber nicht, auch nur ein wort laut auszusprechen. stattdessen sage ich leise "aber ich will das doch für mich. und ich setze doch schon alles daran, einen guten abschluss zu schaffen um dann weiter aufs gymnasium gehen zu können.. so faul bin ich doch garnicht." er schreit mich noch ein wenig weiter an. ich bekomme alles nur so halb mit. ich will das nicht hören. seine aussagen über mich, die nicht stimmen und mich verletzen. als er fertig mit schreien und verletzen ist, verlässt er mein zimmer und macht die tür zu. ich sinke weinend auf mein bett nieder. kann nicht mehr. wie einen zwei oder drei minuten so fertig machen können.. als wäre man eben einen marathon gelaufen. ein marathon, in dem nicht die kilometerzahl zählt, sondern wievielen rasiermesserscharfen wörten man ausweichen konnte. meine graue jacke saugt sich mit meinen tränen voll und färbt sich an jenen stellen dunkelgrau. die tränen. sie bilden einen fluss der, so scheint es, nie enden will. selbsthass frisst mich langsam von innen auf.
Faye, die an meiner seite sitzt, stöhnt leise. ich kann es nicht ganz deuten, aber ich glaube das sie sich auch nicht umbedingt über so ein zeug freut. sudoku, worträsel ect. ..ich für meinen teil weiß nicht recht was ich davon halten soll. ich mein.. ist doch eigentlich nur da um zeit totzuschlagen, die keiner von uns zu verschenken hat, oder ? naja egal.. solang ich keine chemischen formeln ausgleichen muss.. setze ich mich eben vor so ein doofes worträsel. die klasse fängt angestrengt an so zu tun, als würde sie das alles mächtig interessieren und Faye kritzelt ein paar ihrer gefundenen wörter bunt an. ich starre auf das blatt. die buchstaben verschwimmen leicht. ich versuche auch ein paar wörter zu finden um sie farbig zu machen.. doch irgendwie lese ich ständig andere worte. lese ständig seinen namen. langsam aber sicher zebreche ich daran, dass er bei allem was ich mache so.. präsent ist.
ich würde mich gern fallen lassen, jetzt gleich hier. einfach so. auf den harten, nassen asphalt. weinen und deinen namen schreien. doch die menschen um mich herrum laufen weiter und ziehen mich mit sich. wollen sie wissen wie es mir geht ? nein, wollen sie nicht. wollen sie wissen, wie es in mir aussieht ? nein, wollen sie nicht. wollen sie mich überhaupt kennen ? nein, wollen sie nicht. und willst du wissen, wie weh du mir tust ? nein, das willst du nicht.
plötzlich ist auch sie weg und Liv und ich tanzen uns die seele aus dem leib. sie bewegt ihren körper so schön mit dem wummernden bass. jede ihrer bewegungen passend zum ryhtmus. das licht flackert. hunderte von fremden menschen tanzen, hinter, vor, neben.. mit uns. eigentlich kann ich das nicht leiden, aber jetzt in diesem moment, in diesem augenblick.. ist es wundervoll. mein körper bewegt sich von ganz allein, mit beiden beinen leicht neben dem beat, aber passend zu Livs bewegungen. wir tanzen miteinander, tanzen uns gegenseitig an. dann kommt auch Nele wieder und tanzt mit uns. duch das licht, den sekt, die vielen menschen, dem lauten beat fühl ich mich leicht. alles kreist schnell um mich herrum und ich kreise mit. mit Livs hand an meiner hüfte, ergreift mich auch ein neuer beat, ein neuer rhytmus, dem mein körper automatisch folgt. so geht das ein paar stunden.
ich versuche doch perfekt zu sein. so gut ich kann. jeden verdammten tag zu lächeln, so wenig wie möglich zu essen, mir ein tolles -ich- anzugewöhnen, angenehme musik zu hören.. und nur wenn ich allein bin emil bulls, casper und sowas in der art auf volle lautstärke aufzudrehen, meine aufgaben zu erledigen, anderen zu helfen, nicht aufzufallen, ein wenig unterzugehen in der masse, die kleine süße sein, den schmerz den mir andere zufügen auf mich selbst zuprojezieren, ebenso den hass und die wut, und niemanden zu schaden. doch langsam, stück für stück, zerbreche ich an alledem.![]() |
| meine neue strumpfhose aus H&M.. ich ♥ sie! *bitte nicht kotzen wegen meinen dicken beinen* |
ich steige in die bahn ein, die mich zu meiner süßen J. bringt. ich suche mir einen einsamen fenster platz, lasse mich fallen und schließe die augen. emil bulls fangen an smells like rock n roll zu singen. ich stelle mir dich auf dem konzert vor, wo du hingehen wirst.. bei diesem lied zu tanzen beginnst und dabei so süß aussiehst, wie als ich dir das eine mal zusah und du es nicht merktest. du fast wie im rausch von einem fuß auf den anderen taumelst und dich ganz in der musik und in dem gedanken.. an mich verlierst.